Der Herbst bringt bunte Farben in die Natur und manchmal stürmt der Wind ordentlich um die Häuser. Wenn es draußen nass und ungemütlich wird, brauchen Kinder kreative Möglichkeiten, um ihren Bewegungsdrang drinnen auszuleben. „Der Tanz der Herbstblätter“ ist eine fantasievolle Abwandlung des klassischen Stopptanzes. Es bringt viel Freude und Bewegung in den Alltag und fördert ganz nebenbei die Reaktionsfähigkeit, das aufmerksame Zuhören und die Motorik der Kinder.
Das Spiel erfordert kaum Vorbereitung und eignet sich hervorragend für den Morgenkreis in der Kita, die Kinderturngruppe oder den verregneten Nachmittag im heimischen Wohnzimmer.
Bewegungsspiele wie der „Tanz der Herbstblätter“ sind trainieren die Grobmotorik und die Körperkoordination. Das abrupte Stoppen bei Musikpausen schult die Impulskontrolle und die Reaktionsschnelligkeit. Gleichzeitig müssen die Kinder genau zuhören, um das jeweilige Kommando richtig umzusetzen (auditive Wahrnehmung).
Material:
- fröhliche, instrumentale Herbst- oder Tanzmusik
Alter:
- ab 3 Jahren
Vorbereitung:
Ausreichend Platz schaffen, damit die Kinder sicher rennen und fallen können.

Spielanleitung:
Bevor die Musik startet, nehmen die Kinder ihre Rolle ein. Sie stellen sich vor, sie seien wunderschöne, bunte Herbstblätter, die noch fest an den Ästen eines großen, alten Baumes hängen. Die Kinder können sich aussuchen, ob sie ein rotes, gelbes oder braunes Blatt sind. Ein sanfter Wind weht durch die Zweige… und plötzlich: WUSCH! Ein starker Windstoß pustet alle Blätter vom Baum!
Der Tanz beginnt
Die Musik geht an. Die Kinder dürfen nun kreuz und quer durch den Raum rennen, hüpfen, tanzen und wild durcheinander wirbeln – ganz so, wie Blätter im Herbstwind tanzen.
Wetter-Kommandos
Die Musik wird abrupt gestoppt und der Spielleiter ruft ein bestimmtes Wetter-Kommando. Die Kinder müssen blitzschnell reagieren und die passende Bewegung ausführen.
Achtung! Mit jüngeren Kindern startet man zunächst mit nur 2 Kommandos und erweitert dann nach und nach um weitere Begriffe.
- Wirbelsturm!: Der Wind ist rasend schnell. Die Kinder drehen sich mit ausgestreckten Armen im Kreis um die eigene Achse.
- Sanfte Brise!: Der Wind weht nur ganz leicht. Die Kinder schleichen leise auf Zehenspitzen durch den Raum und wiegen die Arme sanft hin und her.
- Regenschauer!: Die Blätter werden nass. Die Kinder trippeln schnell auf der Stelle und machen mit den flachen Händen prasselnde Regengeräusche auf ihren Oberschenkeln oder dem Boden.
- Laubhaufen!: Der Gärtner hat das Laub zusammengefegt. Alle Kinder rennen schnell in die Mitte des Raumes und kuscheln sich dicht zu einem großen, gemütlichen Laubhaufen zusammen.
- Windstille!: Der Wind hat komplett aufgehört. Die Kinder lassen sich wie Blätter sofort flach auf den Boden fallen und rühren sich keinen Millimeter mehr. Wer zuckt oder lacht, wurde von einem unsichtbaren Windhauch gekitzelt!
Sobald die Musik wieder eingeschaltet wird, ist der Wind wieder da und alle Kinder dürfen sich sofort wieder im ganzen Raum bewegen, bis das nächste Kommando ertönt.